Gestaltung deiner Bachelorarbeit Teil 2: Schrift

Du denkst vielleicht, dass deine Bachelorarbeit nur nach dem Inhalt bewertet wird. Weit gefehlt. Auch die Form spielt eine wichtige Rolle. Je nachdem, wie streng das an deiner Hochschule gesehen wird, kann eine „falsche“ Schriftart oder Schriftgröße schon einmal zu einem Punktabzug führen.

Das heißt für dich: keine Experimente (außer den wissenschaftlich notwendigen natürlich). Hier erfährst du, welche Schriftarten, Schriftgrößen und Abstände du am besten beim Schreiben deiner Bachelorarbeit verwendest.

Schriftarten

Für deine Bachelorarbeit und für wissenschaftliche Arbeiten im Allgemeinen solltest du eine Standardschrift, wie Arial, Times oder Calibri auswählen. Das spart zum einen Zeit bei der Auswahl und ist auch unproblematischer wenn es in den Druck geht.

Zur Orientierung kannst du dir merken, dass sich Serifenschriften, also die mit den Füßchen an den Enden, wie z.B. Times, auf gedrucktem Papier besser lesen lassen. Serifenlose Schriften wie Arial wiederrum sind für die Präsentation am Bildschirm besser geeignet.

bachelorarbeit-serifen-serifenlos-schrift

Grundsätzlich solltest du nicht mehr als zwei Schriftarten in deiner Bachelorarbeit verwenden. Wer auf Nummer sicher gehen will, bleibt bei einer. Ausnahmen bilden Bachelorarbeiten aus dem Bereich der Informatik, die Ausschnitte aus Quelltexten enthalten. Hier kann man eine weitere Schriftart, z.B. Courier, verwenden, um die Quelltexte vom eigentlichen Text abzuheben.

Schriftgrößen

Standardmäßig wird als Schriftgröße 12pt für den Fließtext empfohlen. Überschriften dürfen etwas größer sein. 14pt für Überschriften ersten Grades sind eine gute Richtlinie.

Mögliche Auswahl der Schriftgrößen für die Bachelorarbeit
Mögliche Auswahl der Schriftgrößen für die Bachelorarbeit

Für Fußnoten, Bildunterschriften oder Tabellen können kleinere Schriften verwendet werden. Das empfiehlt sich schon allein, um diese vom Fließtext abzuheben und damit eine bessere Lesbarkeit zu gewehrleisten.

Zeilenabstände

Für den Fließtext wird grundsätzlich ein Zeilenabstand von 1,5 verwendet. Diesen solltest du bei anderen Schriftgrößen gegebenenfalls anpassen. Bei einer Fußnote mit einer 10pt-Schrift reicht wahrscheinlich ein einfacher Zeilenabstand. Solltest du Überschriften über mehrere Zeilen in deiner Bachelorarbeit verwenden, kannst du hier gegebenenfalls noch etwas Zeilenabstand hinzugeben.

Ausrichtung

Häufig wird es dem Schreiber der Bachelorarbeit selbst überlassen, ob er sich für Flattersatz (linksbündigen Fließtext) oder Blocksatz entscheidet. Wie der Name schon sagt, kann ein Text im Flattersatz ziemlich unruhig wirken. Bei längeren Fließtexten, wie sie in einer Bachelorarbeit vorkommen, empfiehlt sich daher der Blocksatz. Dieser wirkt „aufgeräumter“ und ruhiger und lässt sich damit auch besser lesen.

Fließtext im linkbündigen Flattersatz
Fließtext im linksbündigen Flattersatz

 

Fließtext im Blocksatz
Fließtext im Blocksatz

Ein häufig auftretendes Problem beim Blocksatz sind unterschiedlich große Wortabstände, die optische Lücken im Text entstehen lassen. Um das zu verhindern, solltest du in deinem Schreibprogramm die Silbentrennung erlauben.

Textauszeichnungen

Was Hervorhebungen und Auszeichnungen im Text angeht, sind Bachelorarbeit zugegebenermaßen etwas fade. Wie schon erwähnt, kannst du bei verschiedenen Textbereichen die Schriftgröße variieren. Überschriften dürfen auch fett sein. Im Fließtext wiederum wird grundsätzlich kein fetter Text verwendet. Willst du hier etwas hervorheben, ist streng genommen nur kursive Schrift erlaubt.

Unterstreichungen gelten übrigens als Relikt aus der Zeit der Schreibmaschinen und werden eigentlich gar nicht mehr verwendet.

Marcel Hirsch

Marcel Hirsch ist gelernter Mediengestalter Print und hat im Jahre 2010 Druck deine Diplomarbeit gegründet.

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6 geheime Rechtschreib-Tipps für deine Bachelorarbeit

Rechtschreibung und Grammatik – das Thema klingt ziemlich unsexy. Nach staubigen Büchern und grauhaarigen Professoren mit Lesebrille. Erinnerungen an Diktate und Rotstifte kommen auf. Doch betrachte es einmal von der anderen Seite: Wenn deine Bachelorarbeit genau zwischen zwei Noten steht, worauf wird der Professor dann achten? Richtig, auf die äußere Form. Das sind nun einmal neben sauberer Bindung und ordentlicher Formatierung Rechtschreibung und Grammatik. Ein fehlerfreier Text zeigt, dass du mit größter Sorgfalt gearbeitet hast. Bis zum Ende alles gegeben hast. Es ist ein Qualitätsmerkmal. – Oder würdest du einem Autohersteller vertrauen, dessen Werbung vor Fehlern strotzt?

Eben! Darum stellen wir dir nun einige Regeln vor, die fast alle Studenten falsch machen – außer dir natürlich.

1. Binde- vs. Gedankenstrich

Als Merkhilfe kannst du die Namen der beiden Striche nehmen: Während der Bindestrich (-) Wörter verbindet, die zusammengehören, fügt der Gedankenstrich (–) einen neuen Gedanken ein.

Die wichtigsten Anwendungen des Bindestrichs:

  • Als (verbindender) Trennstrich: Die Zeile ist zu Ende, das Wort noch nicht. In solchen Fäl-
    len verbindet der Bindestrich.
  • Als Ergänzungsstrich: Vor- und Nachteile, Blut- und Mettwurst, Literatur- und Quellenverzeichnis
  • Als Bindestrich bei zusammengesetzten Wörtern: Aluminium-Legierung, der 20-jährige Student. Kurz: Was eine Sache ist, wird auch verbunden (oder zusammengeschrieben). Eine Sache / ein Mensch, ein Wort.

Profitipp:
Wenn mehrere Elemente zusammengemischt werden, gibt es zwei Schreibweisen. Während im Tomaten-Salami-Salat Tomaten und Salami gleichberechtigt und gleich wichtig sind, sind die Tomaten im Tomaten-Salamisalat nur Beiwerk (weil „Salami“ viel enger am „Salat“ steht als an den „Tomaten“).

Bei der Verbindung von Eigennamen oder Begriffen mit einem weiteren Wort: Auch wenn es vorher als zwei Wörter geschrieben wird, etwa bei Adjektiven oder Eigennamen – wird es durch ein zusätzliches Wort zu einem neuen Begriff, werden alle Wörter miteinander verbunden, denn jetzt sind sie ja eins.

  • Eigenname: Helmut Kohl, aber Helmut-Kohl-Stiftung
  • Marke: Adidas, aber Adidas-Schuhe
  • Adjektive: Sankt Georg, aber Sankt-Georg-Kirche
  • englische Begriffe: Low budget, aber Low-budget-Produktion

Für bessere Lesbarkeit: Bei zusammengesetzten Wörtern kann die Lesbarkeit leiden. Bestes Beispiel ist der Urinstinkt. In solchen Fällen kann man die Lesbarkeit durch einen Bindestrich verbessern: Ur-Instinkt, Tee-Empfehlung, Druck-Erzeugnis/Drucker-Zeugnis

Die wichtigsten Anwendungen des Gedankenstrichs:

  • Einschub: Wird ein Gedanke – sei er mehr oder weniger sinnvoll – eingeschoben, trennt man ihn durch einen Gedankenstrich vom restlichen Satz ab.
  • Als „Bis“-Ersatz: 2012–2015, die Zugstrecke Hannover–Nürnberg.

Profitipp:
Wenn du den Bindestrich als „bis“ nimmst, kommt auch kein „von“ davor. Also entweder „von 2012 bis 2015“ oder „2012–2015“.

  • Als Aufzählungszeichen: Werden Striche als Aufzählungszeichen genutzt, sollten sie Gedankenstriche sein. Word zum Beispiel macht das nicht automatisch. Hier heißt es, das einmalig händisch vorzugeben.
  • Als Minuszeichen: Bei –15° lassen sich selbst einfache Rechenaufgaben wie 5 – 2 = 3 nur schlecht lösen.

Wo ist denn der Gedankenstrich auf meiner Tastatur?
Während der Bindestrich bei Mac und Windows direkt auf der Tastatur zu finden ist, ist der Gedankenstrich weniger einfach in Texte einzubringen. Diverse Textprogramme erkennen die Kombination „Leerzeichen–Bindestrich–Leerzeichen“ und machen aus dem falschen Bindestrich den hier richtigen Gedankenstrich. Wer in einem Programm schreibt, das das nicht kann, der kopiert sich den Strich entweder aus einem anderen Text (man kann z.B. die Seite „Bindestrich“ des Dudens als Bookmark nehmen). Oder man fügt den Strich per Shortcut ein: auf dem Mac per alt + Minus-Taste, bei Windows, indem man bei gedrückter Alt-Taste die Ziffern 0150 eingibt.

2. Kommaregeln

Spätestens seit der Satz „Komm wir essen Opa“ im Internet kursiert, dürfte die Wichtigkeit von Kommas für ein gutes Textverständnis klar sein. Darum stellen wir dir hier einige Kommaregeln vor, die besonders häufig missachtet werden.

  • Infinitiv mit „zu“ ohne weitere Wörter: Hier kommt nie ein Komma.
    Es ist schön zu lachen.
  • Infinitiv mit „zu“ und weiteren Wörtern: Hier muss kein Komma gesetzt werden, darf jedoch (und erhöht die Lesbarkeit).
    Ich finde es schön(,) mal wieder auszuschlafen.
    Ausnahme: Wäre der Satz sonst missverständlich, dann muss ein Komma gesetzt werden.
    Sie befahl, uns zu feuern – Sie befahl uns, zu feuern
  • Vor „um zu“ / „ohne zu“ kommt immer ein Komma. Er kam, um zu bleiben. Er ging, ohne das Fenster zu schließen.
  • Vor „und“ steht in Aufzählungen kein Komma. Ausnahme: Wenn ein Nebensatz eingeschoben wird, wird an dessen Anfang und Ende jeweils ein Komma gesetzt. Der Mann, der nebenan wohnt, und der Postbote …
  • Vor „sowie“ kommt kein Komma. „Sowie“ ist ein Synonym für „und“ – und ersetzt somit ein Komma.

3. Schrägstrich („Slash“)

Der Schrägstrich wird zur Trennung mehrerer Optionen, zur Darstellung von Zusammengehörigkeiten und bei Größenverhältnissen genutzt: Esst mehr Obst/Gemüse, CDU/CSU, 10 Einwohner/km²
Alle Beispiele des Dudens haben kein Leerzeichen vor oder nach dem Schrägstrich. Typografen, die sich beruflich mit der bestmöglichen Lesbarkeit von Texten beschäftigen, empfehlen allerdings eine Ausnahme: Wenn vor und/oder hinter dem Schrägstrich mehrere zusammengehörige Wörter stehen, erhöhen Leerzeichen die Lesbarkeit. Statt „Deutscher Bundestag/Hohes Haus“ könnte man „Deutscher Bundestag / Hohes Haus“ schreiben. Profis setzen vor und hinter den Schrägstrich kein ganzes Leerzeichen, sondern einen kleineren Abstand (Achtelgeviert).

4. dass vs. das

Sie sehen sich sehr ähnlich, doch ihre Anwendung ist grundverschieden.
dass: Dieses Wort bezieht sich auf ein vorangegangenes Verb. Wusstest du, dass es ganz einfach ist?
das: Dieses Wort bezieht sich auf ein vorangehendes Hauptwort. Es könnte auch durch „dieses“, „jenes“ oder „welches“ ersetzt werden. Das Haus, das wir uns angesehen haben, ist rot.
Alternativ kann es sich auch auf einen bereits genannten Sachverhalt beziehen: Das ist eine gute Idee.

5. seit vs. seid

  • seit: Bei seit geht’s um Zeit (Eselsbrücke!). Seit 10 Jahren …
  • seid: Dieses Wort kommt vom Verb „sein“. Ich bin, du bist, ihr seid.

6. Wörter und Formulierungen, die einfach immer wieder falsch geschrieben werden – hier in der richtigen Schreibweise:

  • Standard – mit D am Ende.
  • Galerie – im Englischen mag gallery zwei L haben, im Deutschen jedoch nicht.
  • AGB – das „B“ steht schon für Bedingungen, somit ist die Abkürzung bereits im Plural und braucht kein angehängtes s.
  • E-Mail/E-Mail-Adresse: Auch hier lassen wir uns zu häufig vom Englischen in die Irre führen – doch Email(le) ist ein Material und gehört in die Badewanne, nicht in Texte.
  • Wer „sowohl“ sagt, muss auch „als auch“ sagen. Wer „entweder“ sagt, muss auch „oder“ sagen. Bitte diese Begriffe nicht mischen oder den zweiten Teil ganz vergessen – dann liest es sich nicht schön, weil man auf etwas wartet, was nicht mehr kommt.

Wir hoffen, dieser Artikel hat dich für die Feinheiten von Grammatik und Rechtschreibung begeistert, und wünschen dir eine fehlerfreie Bachelorarbeit! Gibt es vielleicht noch andere typische Stolpersteine? Verrat sie uns in den Kommentaren!

Marcel Hirsch

Marcel Hirsch ist gelernter Mediengestalter Print und hat im Jahre 2010 Druck deine Diplomarbeit gegründet.

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Zeitmanagement – Wie du deine Bachelorarbeit am besten organisierst

Wenn man am Anfang seiner Bachelorarbeit steht, hat man eine Menge Arbeit vor sich: Themenfinden, Recherche, Rücksprachen mit Dozenten, das Schreiben selbst und nicht zuletzt das Drucken deiner fertigen Bachelorarbeit. Hier erfährst du, wie du deine Bachelorarbeit mit einem guten Zeitmanagement durchplanst und dich beim schreiben motivierst.

Starte gleich mit dem Schreiben deiner Bachelorarbeit

Warte nicht zu lange, um mit dem Schreiben deiner Bachelorarbeit zu beginnen, weil du ja noch soo viel Zeit hast. Lege direkt los. Mach dir Gedanken über dein Thema und die Gliederung, durchforste Literatur und beginne mit dem Schreiben. Damit verschaffst du dir einen guten Zeitpuffer und gehst sicher, dass du kurz vor dem Abgabetermin keinen Stress hast. Außerdem räumst du dir damit Zeit für die üblichen Arbeits-Tiefs und Schreibblockaden ein.

Vereinbare regelmäßige Treffen mit dem Betreuer deiner Bachelorarbeit

Gleich am Anfang oder noch bevor du mit dem schreiben deiner Bachelorarbeit beginnst, solltest du regelmäßige Treffen mit deinem Betreuer vereinbaren. Damit stellst du von Anfang an sicher, dass der Professor oder Hochschul-Mitarbeiter regelmäßig Zeit für dich einräumt. Außerdem sorgt ein Gespräch alle ein bis zwei Wochen dafür, dass du motiviert bleibst bis zum nächsten Treffen neue Ergebnisse abzuliefern.

Bei solchen Treffen kannst du deine bisherigen Ausarbeitungen präsentieren und bekommst Feedback, ob du auf dem richtigen Weg bist oder hast früh genug die Möglichkeit, deinen Kurs zu korrigieren. Außerdem kannst du bei der Gelegenheit alle Fragen stellen, die beim Schreiben deiner Bachelorarbeit aufkommen.

Schaffe dir Routinen

Neben regelmäßigen Treffen mit dem Betreuer deiner Bachelorarbeit, hilft es häufig, sich weitere Routinen zu schaffen, um beim Schreiben voranzukommen. Nimm dir zum Beispiel vor, jeden Tag für einen bestimmten Zeitraum an deiner Bachelorarbeit zu arbeiten. Idealerweise tust du das auch immer zur gleichen Tageszeit. Je nachdem ob du eher ein früher Vogel oder eine Nachteule bist, kannst du dir hierbei deinen ganz persönlichen Arbeitsrhythmus einrichten. So bekommst du schnell Routine beim Schreiben und motivierst dich ganz einfach selbst.

Wenn es zeitlich dann doch nicht hinhaut, bieten wir dir unseren Overnight Express-Versand an. Somit hat man die gedruckte Bachelorarbeit vom einen auf den anderen Tag. Im Liefertermin-Rechner kannst du genau nachsehen, wann die Bestellung bei dir eintrifft.
Wenn es zeitlich dann doch nicht hinhaut, bieten wir dir unseren Overnight Express-Versand an. Somit hat man die gedruckte Bachelorarbeit vom einen auf den anderen Tag. Im Liefertermin-Rechner kannst du genau nachsehen, wann die Bestellung bei dir eintrifft.

Suche dir Gleichgesinnte

Tu dich mit Kommilitonen zusammen, die ebenfalls gerade ihre Bachelorarbeit schreiben. Man kann sich einfach viel besser konzentrieren und lässt sich weniger ablenken, wenn die Menschen um einen herum ebenfalls produktiv arbeiten. Wenn du die Möglichkeit hast, verlege deinen Arbeitsplatz in den Lesesaal der Hochschul-Bibliothek. Dort herrscht meistens eine tolle Arbeitsatmosphäre und es gibt wenig, was dich ablenken kann. In so einer „Arbeitsgruppe“ findet sich außerdem immer jemand, der dir bei Problemen und Fragen weiterhelfen kann, dich motiviert und einfach einen Kaffee mit dir trinken geht.

Setze dir Etappen-Ziele für …

Am Anfang scheint das große Ziel noch sehr abstrakt und irgendwie unerreichbar. Deswegen ist es wichtig, dass du dir kleinere Ziele für deine Bachelorarbeit setzt. Das können zum Beispiel Deadlines für das Durcharbeiten der Fachliteratur, das Erstellen der Struktur oder das Fertigstellen eines Kapitels sein. Mit einem erreichbaren Ziel vor Augen arbeitet es sich gleich viel motivierter.

Um den Überblick zu behalten, versuche am besten gleich zu Anfang, dir einen groben Ablaufplan für das Schreiben deiner Bachelorarbeit zu erstellen. Zwischendurch kannst du diesen Plan natürlich immer anpassen, wenn du zum Beispiel merkst, dass du schneller vorankommst als geplant.

Last but not least: Nimm dir Auszeiten

Ganz wichtig beim Schreiben deiner Bachelorarbeit: Pausen. Wenn du dein Gehirn die ganze Zeit beanspruchst, ist es umso wichtiger, dass du deinem Kopf auch mal Auszeiten gönnst. Genau deswegen ist ein gutes Zeitmanagement auch so wertvoll. Wenn du regelmäßige Pausen einplanst, gibst du deinem Gehirn die Möglichkeit, sich zu regenerieren und gehst danach wieder mit neuer Energie an die Arbeit.

Marcel Hirsch

Marcel Hirsch ist gelernter Mediengestalter Print und hat im Jahre 2010 Druck deine Diplomarbeit gegründet.

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Formatierungsprobleme Word: Warum Latex vielleicht doch die bessere Wahl ist

Ein Erfahrungsbericht und eine Sammlung von Links zum Besser machen

Ein normaler Tag, ich sitze an meiner Bachelorarbeit und füge einen neuen Absatz rein – da stockt mir der Atem: Das Design meiner Überschriften ist völlig durcheinander und wenn ich im Kapitel zurückspringe sitzt alles auf links. Rückgängig…Rückgängig…wiederherstellen…Kopieren…Einfügen… Frust…Repeat…Es hilft nichts. Meine Formatierung ist Geschichte. Was habe ich nur falsch gemacht?

Etwas, dass dir niemals passieren sollte

Damals, als ich meine Bachelorarbeit zu schreiben begann – die Deadline noch in weiter Ferne, die Motivation am Höchststand, war alles einfach. Ich öffnete Office, lud die Designvorlage der Hochschule runter und begann. Einige Tage und Betreuergespräche später hatte ich meine Gliederung zusammen und es ging ans Eingemachte: Ein Mischmasch aus bewusstem und unbewusstem Prokrastinieren, Kreativschüben und Schreibblockaden erwartete mich in den nächsten Wochen, aber ich kam voran – 24 erkämpfte Seiten waren es schließlich bis „ES“ passierte.

Keine Arbeit ist perfekt, das Layout sollte es aber sein

Ich hatte vorher bereits daran gedacht LaTeX zu nutzen, es kam mir jedoch zu kompliziert und nicht einsteigerfreundlich vor und ehe ich mich versah hatte ich dann eben doch einfach mal mit Office angefangen und es dabei belassen. Das war jedoch dann eine Art tickende Zeitbombe: Denn ab einer bestimmten Länge bekommt das Layout Karies und wird zum Wackelzahn. Eine Überschrift oder eine Grafik zu viel kann alles ruinieren. Das ist dann ein dickes Problem, denn das Auge deines Korrektoren „isst“ immer mit – wenn du deine Bachelorarbeit nicht formal perfekt schreibst verschenkst du Notenstufen.

Alles einfach, wenn man es will

Schließlich wagte ich den „hard-cut“, kopierte alles in einen Text-Editor, installierte eine LaTeX Umgebung (Nützliche links findet ihr weiter unten), lud wiederum die LaTeX Vorlage der Hochschule runter und merkte: Alles ist gar nicht so schwer. Für die Textpassagen erstellte ich je Kapitel eine eigene Datei und musste nur einmal per Copy-Paste den vorhandenen Text einfügen, meine Grafiken wurden jeweils in eigene Files ausgegliedert, auf die ich dann verwies und die Literaturquellen hatten ebenfalls ein eigenes File, das importiert wurde. Schön vor allem, dass ich im LaTeX Editor auch direkt links den Text und rechts direkt die PDF habe. Vor allem eins ist schön: Mein Layout ist bombensicher und so ein Unsinn kann mir nicht mehr passieren.

Wie der (Neu-)start in LaTeX gelingt

  • Eine LaTeX Installation besteht aus einem Interpreter, die die Anweisungen die man eingibt interpretiert und das PDF generiert und einem passenden Editor, der einem beim Eingeben des Textes hilft. Beispielsweise auf Windows als Interpreter mikTeX, dieses kann hier heruntergeladen werden: http://www.miktex.org/download und als Editor TeXStudio http://www.texstudio.org/
  • Vollständiges Step-By-Step Videotutorial, das die Grundzüge von LaTeX zeigt:
  • Nützliches Einsteigertutorial: http://latex.tugraz.at/latex/tutorial
  • Um die Literatur bequem zu verwalten, führt kein Weg an BibTeX vorbei. Ein bib File mit allen benutzten Quellen erstellen und dieses einfach in die Hauptdatei einbinden – fertig. Hier eine Einführung: http://www.latex-tutorial.com/tutorials/beginners/lesson-7
  • Google Scholar bietet nicht nur eine Sammlung so gut wie aller Fachbücher, über die Zitierfunktion kann der BibTeX Verweis für die eigenen Quellen heruntergeladen werden. Einfach bei Scholar Suchen, auf Zitieren klicken und BibTeX auswählen: http://scholar.google.de
  • Falls deine Hochschule keine Formatvorlage bietet, hier die sehr ausführliche Vorlage der RWTH Aachen: http://www.ada.rwth-aachen.de/cms/ada/Studium/~gcnf/formatvorlagen

Wie es auch mit Office klappt

  • Zitateprogramm für Zitate verwenden, dieses sorgt dann automatisch dafür, dass diese richtig formatiert eingefügt werden, bspw. Zotero https://www.zotero.org
  • Zwischenversionierung verwenden, d.h. immer wieder mal die Datei mit Datenstempel abspeichern
  • Zweimal checken, dass in der PDF alles auch genauso wie in der Word Datei aussieht, besonders bei Grafiken wird es oft verschoben oder verzerrt dargestellt.

Marcel Hirsch

Marcel Hirsch ist gelernter Mediengestalter Print und hat im Jahre 2010 Druck deine Diplomarbeit gegründet.

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Wie du eine richtig gute Bachelorarbeit schreibst

Zwischen dem Vorsatz, endlich mit dem Schreiben der Bachelorarbeit anzufangen und dem fertigen Werk liegt oft eine lange Zeit der Themenfindung, des Forschens und Schreibens. Zwischendurch kommen häufig Zweifel auf, ob das was man da schreibt überhaupt relevant und zielführend ist und nicht selten werden ganze Textpassagen wieder gelöscht. Das kostet Zeit und Nerven. Es geht aber auch anders.

Hier erfahrt ihr, wie ihr von Anfang an richtig an das Schreiben herangeht und mit wenig Aufwand eine richtig gute Bachelorarbeit verfasst.

Finde ein Thema für deine Bachelorarbeit

Themen für Bachelorarbeiten gibt es wahrscheinlich wie Sand am Meer. Trotzdem kann einen die Suche nach einem geeigneten Thema schon einmal in den Wahnsinn treiben. Hier hilft es oft, zu überlegen, welche Themen dich selbst interessieren oder in welchem Bereich du später einmal arbeiten möchtest. Vielleicht lässt sich das Thema deiner Bachelorarbeit auch mit einer aktuellen Werkstudenten-Stelle verbinden. Oft hilft es, sich Rat bei Freunden, Kommilitonen, Kollegen oder Professoren zu holen. Gerade letztere haben einfach mehr Erfahrung mit dem Schreiben wissenschaftlicher Arbeiten und können häufig hilfreiche Tipps geben.
Unterstützung bei der Suche nach einem geeigneten Thema bietet auch das Internet. Wer schon eine ungefähre Richtung hat, kann hier weiterstöbern und findet oft noch mehr interessante Ansätze und Fallbeispiele.

Der Aufbau deiner Bachelorarbeit

Noch bevor du mit dem Schreiben beginnst, solltest du dir Gedanken über den Aufbau deiner Bachelorarbeit machen. Ein häufiger Fehler beim Schreiben wissenschaftlicher Arbeiten ist, dass der Struktur am Anfang zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt wird. Später verstrickt man sich dann in Kleinigkeiten, schweift beim Schreiben ab, löscht ganze Textabsätze wieder und verplempert damit unnötig viel Zeit. Wer sich von vornherein eine gute Struktur überlegt, arbeitet später grundsätzlich effektiver.

Und wie sieht eine gute Struktur nun aus? Das ist natürlich von Fall zu Fall verschieden und kommt ganz auf dein Thema und die Problemstellung an. Eine gute Struktur sollte in jedem Fall einen roten Faden erkennen lassen. Dabei hilft es oft, sich vorzustellen, dass ein Leser, der keine Ahnung vom Thema deiner Bachelorarbeit hat, das Geschriebene verstehen soll. Am besten geht man dafür einfach Schritt für Schritt vor: Nach der Einleitung folgt erst einmal eine Einführung der wichtigsten Begriffe, Fakten und Methoden. Mit dieser Grundlage kann man dann das Problem oder die Fragestellung schildern, welche mit der Bachelorarbeit gelöst werden soll. Danach folgen eine Auseinandersetzung mit möglichen Lösungsansätzen und eine Bewertung dieser. So führst du deinen Leser auf direktem Wege zu deiner Lösung bzw. deinem Fazit.

Der Inhalt deiner Bachelorarbeit

Wenn die Struktur steht, geht es beim Schreiben eigentlich nur noch darum, das Ganze mit Leben zu füllen. Dabei ist es nicht wichtig, von Anfang an perfekte Texte auszuformulieren, sondern erst einmal Inhalte in Form von Stichpunkten, Wortgruppen oder nicht ganz so perfekten Texten zu produzieren. Beim erneuten Durchlesen fallen einem dann meistens schon bessere Formulierungen ein und der Text verdichtet sich nach und nach ganz von selbst.

Wie beim Aufbau der Bachelorarbeit, solltest du auch beim Schreiben darauf achten, dass die Texte verständlich sind.

Gute Überschriften sind die halbe Miete

Wissenschaftliche Arbeiten sind manchmal echt schwierig zu lesen. Manche sind zäh wie Gummi und häufig muss man Sätze mehrmals lesen, um sie tatsächlich zu verstehen. Es ist natürlich an euch eurem Leser das Thema so einfach und verständlich wie möglich zu vermitteln. Mit Überschriften könnt ihr euren Text gliedern und damit auflockern. Gute Überschriften geben dem Leser schon im Inhaltsverzeichnis einen Überblick darüber, was ihn erwartet und machen ihn im besten Fall neugierig auf eure Bachelorarbeit. Auch Professoren und Dozenten, die eure Arbeit später bewerten, bekommen hier einen ersten Eindruck und für den hat bekanntlich nur eine Chance.

Fazit

Du machst dir das Schreiben deiner Bachelorarbeit am einfachsten, wenn du dir von vornherein genau überlegst, worüber du schreiben willst und wie du das Thema vermitteln möchtest. Mit einer guten Struktur, aussagekräftigen Überschriften und verständlichen Texten kannst du es schaffen, ein komplexes Thema schlüssig und spannend zu vermitteln. Und das sollte eigentlich das Ziel einer jeden wissenschaftlichen Arbeit sein.

Marcel Hirsch

Marcel Hirsch ist gelernter Mediengestalter Print und hat im Jahre 2010 Druck deine Diplomarbeit gegründet.

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