Welche Arten von Plagiaten gibt es und wie kannst du diese vermeiden?

Viele Menschen plagiieren nicht mit dem Vorsatz, geistige Werke als eigenständige Texte auszugeben. Häufig führen Unsicherheiten in der Kenntlichmachung von fremden Texten dazu, Plagiate zu verwenden.
Sofern du aber Plagiate nutzt, ganz gleich ob mit oder ohne Vorsatz, verstößt du gegen geltende Urheberrechte, die in jedem Fall rechtliche Schritte oder institutionelle Sanktionen nach sich ziehen. Aus dem Grund ist es für dich wichtig, ein Plagiat rechtzeitig als solches zu erkennen. Voraussetzung dafür ist, dass du die Arten der Plagiate auseinanderhalten kannst, um in keine Plagiatsfalle zu tappen.

Was ist nun ein Plagiat?

Ein Plagiat erfüllt den Tatbestand einer unrechtmäßigen Wiedergabe von fremden Texten, gleich ob wissenschaftlichen, populärwissenschaftlichen oder narrativen Texten, die als Druckerzeugnisse oder im Internet zu beziehen sind, sofern du nicht die Originalquellen in der vorgeschriebenen Zitation angibst.

Wo liegt die Grenze zu einem Plagiat?

Fachspezifisches Allgemeinwissen muss nicht belegt werden, was die Frage aufwirft, ab wann kannst du von einem spezialisierten Fachwissen ausgehen, das urheberrechtlich geschützt werden muss. Die Antworten gehen hier weit auseinander und müssen von Fall zu Fall, auch unter Berücksichtigung der angewendeten Textsorten, entschieden werden.
Eine zusätzliche Gefahr besteht darin, dass die Grenzen zwischen Ihren Transferleistungen und einem unbeabsichtigten Wissensdiebstahl fließend sein können. Wie du dieser Gefahr entgehst, erfährst du unter der Fragestellung: Wie vermeide ich Plagiate? Zuvor aber musst du dich mit den Arten der Plagiate befassen.

Welches sind die häufigsten Arten von Plagiaten?

Komplettplagiat (Textplagiat)

Wenn du die Quellenangaben für die Wiedergabe von einer oder mehreren Textstellen vergisst, handelt es sich um ein Komplettplagiat (Textplagiat). Eine absichtliche Täuschung liegt dann immer vor, wenn du weder das Fremdwerk als Zitat kennzeichnest, noch die entsprechende Fußnote angibst und auch nicht die Quelle im Literaturverzeichnis aufnimmst.
Unbeabsichtigte Komplettplagiate entstehen auch dadurch, dass du die Textstelle als Zitat nicht durch Anführungszeichen sichtbar machst oder die Fußnote hinter dem Zitat vergisst. Gleiches gilt für die Nutzung einer Textstelle aus einem Fremdwerk, sofern du die Originalquelle im Literaturverzeichnis nicht kenntlich machst.

Strukturplagiat

Du kannst von einem Strukturplagiat ausgehen, wenn du die Gliederung, den Satzaufbau, die Syntax, Wortformulierungen und Teile der Literaturverzeichnisse eines Fremdtextes, ohne dass du deren Quellen aufgelistet hast, wiedergeben.

Satzteilplagiat

Wie der Name es bereits sagt, werden bei einem Satzteilplagiat nur Satzteile aus Fremdwerken übernommen, während die anderen Satzteile aus dem eigenen Gedankengut stammen. Wissenswert ist für dich in diesem Zusammenhang, dass die Satzteilplagiate meist von der gängigen Plagiatssoftware übersehen werden.

Ideenplagiat

Wenn die Syntax und die Wortwahl aus der Originalquelle vollständig verändert werden und nur noch die Idee des Fremdwerks übernommen wird, hast du es mit einem Ideenplagiat zu tun, was im vollen Umfang dem Diebstahl fremden Gedankenguts entspricht.

Übersetzungsplagiat

Erfolgt die Übersetzung von Gedanken und Textstellen aus einem fremdsprachigen Werk ohne Angabe der jeweiligen Quellen, beschreibt Ihnen dieses Vorgehen das Übersetzungsplagiat.

Shake & Paste-Plagiat

Das Quellenmixplagiat heißt auch Shake & Paste-Plagiat und fällt durch das wahllose Mixen von Sätzen oder ganzen Absätzen auf. Ihnen wird beim Lesen eines solchen Textes sofort klar, dass die Kohärenz verloren gegangen ist.

Eigenplagiat

Wenn du Teile deiner wissenschaftlichen Arbeit, die du bereits veröffentlicht hast, nicht als Originalquelle angibst, handelt es sich um ein Eigenplagiat. Das Paradoxon bei einem Eigenplagiat ergibt sich aus der Tatsache, dass du im eigentlichen Sinne keinen geistigen Diebstahl begehst, handelt es sich doch bei der Originalquelle um deine kognitive Eigenleistung.

Wie kann ich Plagiate vermeiden?

1. Wähle eine Originalquelle, was nichts anderes bedeutet, als dass du ausnahmslos auf Primärliteratur zugreifst.
2. Nutze Plagiatssoftwares, die sich als besonders hilfreich bei dem Herausfiltern von Komplett- und Strukturplagiaten herausgestellt haben.
3. Eine zusätzliche Gefahr besteht darin, dass die Grenzen zwischen Ihren Transferleistungen und einem Wissensdiebstahl fließend sein können. Folglich solltest du am Anfang Ihrer Textarbeit alle direkten, indirekten und sinngemäßen Zitate als Fremdbezüge kennzeichnen, um sie nicht mit deinen kognitiven Eigenleistungen zu vermischen. Unbeabsichtigte Quellenmixplagiate können auf die Weise verhindert werden. Bedenke: Zitate dienen ausschließlich dazu, Ihre eignen kognitiven Leistungen zu unterstützen.
4. Beachte auch, dass die Grenze zwischen dem fachspezifischen Allgemeinwissen, das du nicht belegen musst und dem spezialisierten Fachwissen, für das Quellenangabe-Pflicht besteht, fließend ist.
5. Unterrichte dich über die jeweiligen Zitationen, die von Universität zu Universität unterschiedlich sein können.
6. Vermeide Ideenplagiate, indem du zwischen Schreibarbeit und dem Gesamtstudium der Primärliteratur eine Zeit für Ihre Originalideen, die du mittels einer Mind-Map notieren könntest, verstreichen lassen.
7. Formuliere deine Text mit eignen Worten, indem du eine Distanz zu dem Gelesenen aufbaust und es anschließend deiner Sprache anverwandelst.
8. Weil Übersetzungsplagiate in der Wissenschaft deutlich häufiger vorkommen als andere Arten von Plagiaten und weil sie von Plagiatssoftwares meist übersehen werden, ziehe für die zu übersetzenden Textstellen einen zweiten versierten Übersetzer heran, um keine bösen Überraschungen bei der Bewertung Ihres Textes zu erleben.

Marcel Hirsch

Marcel Hirsch ist gelernter Mediengestalter Print und hat im Jahre 2010 Druck deine Diplomarbeit gegründet.

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Der erste Eindruck zählt: Das Deckblatt

Das Deckblatt als Aushängeschild

Ob du nun am Anfang deiner Arbeit stehst und die Word-Datei der Hausarbeit offiziell mit Leben füllen möchtest oder schon alle Kapitel samt Inhaltsverzeichnis und Fazit geschrieben sind, die Arbeit am Deckblatt ist nicht zeitaufwendig, aber wichtig! Das Deckblatt ist die erste Seite nach dem Einband, die der Leser deiner Hausarbeit zu sehen bekommt, noch bevor er überhaupt die Einleitung in Augenschein nehmen kann. Dass hier ein sehr guter Eindruck fällig ist, liegt auf der Hand. Also ergreife diese Chance und verpasse deiner Hausarbeit den passenden Auftakt!

Struktur und Hierarchie des Deckblatts

Das Deckblatt sollte nicht mit Informationen überladen werden und keine unwichtigen Details liefern. Je nach Vorgabe oder Handreichung deiner Uni sind einige Angaben Pflicht. Die wichtigsten Infos stehen ganz oben, damit sie deinem Dozenten sofort ins Auge fallen. Das Internet ist voll von Mustervorlagen und die meisten Bachelorstudiengänge bieten in den Einführungsseminaren mittels der Prüfungsordnung bereits einen Überblick zur Formatierung deiner Seminararbeit. Hier erfährst du gebündelt, worauf es beim perfekten Deckblatt wirklich ankommt.

Der Titel der Hausarbeit

Die wichtigste Information für die folgenden Kapitel ist ohne Zweifel der Titel deiner Arbeit. Daher sollte das Thema der Hausarbeit gut lesbar in großer Schriftgröße im oberen Drittel des Deckblattes zu finden sein. So kann mit einem Blick erfasst werden, worum es bei der Arbeit geht.

Angaben zur Fakultät

Für das Deckblatt sind selbstverständlich die Angaben zu deiner Fakultät absolute Pflicht. Diese Informationen beinhalten den Namen der Hochschule oder Universität, den Namen der Fakultät und des Fachbereichs denen du angehörst, die Namen und Titel deiner ersten beiden Betreuer, das Abgabedatum und den Abschluss, den du anstrebst.

Persönliche Angaben

Abschließend sollten deine persönlichen Daten auf dem Deckblatt vorhanden sein. Dazu gehören aber weder Hobbies, Familienstand noch Blutgruppe, sondern die für die Uni relevanten Informationen. Diese Details zu deiner Person sind: Matrikelnummer, Anschrift, Kontaktdaten wie Mailadresse und Telefonnummer, Studiengang und Fachsemester. Alle diese Infos sind auf dem Deckblatt ein Muss, bis auf die Kontaktdaten, aber so machst du es dem Lektor leichter, dich bei Rückfragen zu erreichen.

Das Deckblatt formatieren und gestalten

Beim Deckblatt darf die Gestaltung ruhig ein wenig individueller sein, zu kreativ sollte es jedoch auch nicht sein. Schlichte Übersichtlichkeit punktet auf jeden Fall. Farbliche Elemente sind nicht verboten, aber bitte keine Grafiken oder Schnörkel in der Schriftart, weniger ist definitiv mehr. Was es zu beachten gibt, wenn du das Layout des Deckblatts anlegst, zeigen wir dir im folgenden.

Richtlinien bei der Gestaltung des Deckblatts

Die wichtigste Information für die darauf folgenden Kapitel deiner Hausarbeit ist ohne Zweifel der Titel deiner Arbeit. Daher sollte das Thema der Hausarbeit gut lesbar in großer Schriftgröße im oberen Drittel des Deckblattes zu finden sein. So kann mit einem Blick erfasst werden, worum es bei deiner Arbeit geht.
• Formatierung
Einheitlichkeit ist das oberste Gebot. Die Seitenränder sollten also denen gleichen, die im Rest deiner Hausarbeit verwendet werden. In Handreichungen der Hochschule oder Uni zur Erfüllung der Richtlinien einer Hausarbeit werden häufig die Seitenränder vorgegeben. Falls nicht vorgegeben, sind es in der Regel 3,5 cm links, 3 cm rechts und 2 cm je oben und unten.
• Schriftgröße
Konsequent bleiben! Der Standard bei Hausarbeiten und somit auch der dazu gehörigen Deckblätter sind 11 oder 12 pt, die sind gedruckt noch gut zu lesen. Größere Schriftarten sind für Überschriften wie den Titel oder Kapitelüberschriften zulässig, aber bleib verhältnismäßig und springe nicht von 12 auf 24 pt.
• Schriftart
Gute Lesbarkeit und eine einheitliche Schriftgröße sind das A und O bei deiner Hausarbeit und ebenso beim Deckblatt. Times New Roman und Arial sind die meistgewählten Favoriten, weil sie gut leserlich und druckbar sind. Wenn du unbedingt von der Masse abweichen möchtest, kannst du dir auch eine andere Schriftart aussuchen, wenn du diesen Rat befolgst: Schreibschriften sind tabu!
• Layout
Wie du die Infos anordnest, ist prinzipiell dein Ding. Aber wie schon oben empfohlen, steht das Wichtigste zuerst auf dem Deckblatt. Das sind der Titel und die Fakultätsangaben, als letztes folgen deine studentischen Daten.
Farbliche Vorgaben zur Deckblatt-Gestaltung gibt es an sich keine, aber auch hier gilt weniger ist mehr. Einzelne Elemente in Farbe schaden je nach Thema und Fachbereich nicht. Du solltest aber keine farbigen Schriften verwenden, und vor allem die Farbe „automatisch“ in Word vermeiden.
Wenn du diese Richtlinien zur Gestaltung und Formatierung des Deckblatts für deine Hausarbeiten einhältst, wirst du mit Sicherheit einen guten, organisierten Eindruck beim Lektor hinterlassen. Noch besser wird es natürlich, wenn du dein perfekt formatiertes Werk bei druck-deine-diplomarbeit.de drucken lässt!

Marcel Hirsch

Marcel Hirsch ist gelernter Mediengestalter Print und hat im Jahre 2010 Druck deine Diplomarbeit gegründet.

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Das Finale der Bachelorarbeit – Die Zusammenfassung

Der erste Eindruck zählt, der letzte bleibt: Gekonnt zusammenfassen

In der Wahrnehmungspsychologie wird davon gesprochen, dass die erste und die letzte Information, die ein Mensch erfährt, den stärksten Eindruck hinterlassen. Dieser sogenannte Primacy- und Recency-Effekt gilt auch für deine Bachelorarbeit. Das Deckblatt bzw. die Einleitung sind der erste Eindruck, das Fazit ist der letzte. Dazwischen liegt deine komplette Hinleitung auf die Zusammenfassung, diese sollte deshalb auf den Punkt gebracht sein. Die Quintessenz deiner Thesen fließen hier zusammen, weshalb die Zusammenfassung, auch Fazit oder abstract genannt, bei den Prüfern den richtigen Nerv treffen muss.

Das musst du bei der Zusammenfassung beachten

Zusammenfassung und Einleitung ergeben einen Dialog. Die Einleitung demonstriert die Fragestellungen mit denen du dich in deiner Bachelorarbeit auseinandersetzen möchtest, und die Zusammenfassung greift sie auf und beantwortet sie. Stelle niemals in der Einleitung eine Frage, die deine Zusammenfassung nicht beantworten kann. Gleiche die beiden Teile miteinander ab, um sicherzugehen, dass sie im Verhältnis zueinanderstehen. Anders als im Hauptteil, befindest du dich nicht mehr auf der inhaltlichen, sondern auf der übergeordneten Meta-Ebene der Fragestellung deiner Bachelorarbeit. Also ist es durchaus der richtige Ort, um deine Ergebnisse mit denen anderer Wissenschaftler zu vergleichen. Allerdings ist die Zusammenfassung nicht dazu da, Werbung für deine Bachelorarbeit zu machen, Selbstkritik und Bescheidenheit sehen an dieser Stelle besser aus. Stell dir selbst beim Schreiben der Zusammenfassung ähnliche Fragen, die auch bei der Verteidigung deiner Bachelorarbeit aufkommen würden: Welchen Beitrag leistet meine Bachelorarbeit zur aktuellen Wissenschaft? Hast du Studien widerlegt oder bestätigt? Gab es überraschende Antworten bezüglich deiner Forschungsfrage?

Der letzte Schliff für die Zusammenfassung

In der Zusammenfassung kannst du außerdem noch Anstöße geben, Konsequenzen darlegen oder eine Schlussfrage formulieren, solange sich alles im Gültigkeitsbereich deiner Bachelorarbeit bewegt. Stilistisch gesehen gilt für die Zusammenfassung übrigens das, was theoretisch auch für den restlichen Text gilt: Guter Stil, ohne Fehler und formal sauber. Anders als im Haupttext der Bachelorarbeit, steht aber in der Zusammenfassung nie ein Zitat. Hier ist der Platz für deine eigenen Forschungsergebnisse. Aber: In der Schlussbetrachtung darfst du keine neuen Aspekte zum Hauptteil hinzufügen. Im Schlussteil sollst du nämlich deine Reflexionsfähigkeit unter Beweis stellen und keine neuen Fragen aufwerfen. Wenn du das geschafft hast, kannst du deine Bachelorarbeit inklusive Zusammenfassung an unser Team bei druck-deine-diplomarbeit.de schicken und einen perfekten ersten und letzten Eindruck hinterlassen.

Marcel Hirsch

Marcel Hirsch ist gelernter Mediengestalter Print und hat im Jahre 2010 Druck deine Diplomarbeit gegründet.

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Der richtige Umfang für deine Bachelorarbeit

Die deutschen Richtwerte zum Umfang der Bachelorarbeit

Der Umfang der Bachelorarbeit schwankt in Deutschland zwischen 20 und 60 Seiten. Die Seitenzahl variiert je nach Uni, Fachbereich, Prüfer und Bearbeitungsdauer. Die Anzahl der Wörter und Seiten findest du in der Prüfungsordnung oder kannst du beim Prüfungsamt oder deinem Prüfer erfragen, falls du dir unsicher sein solltest. Der Umfang wird zu den formalen Leistungen bei Bachelorarbeiten gerechnet und wenn er nicht stimmt, wird die Gesamtbewertung deiner Arbeit schlechter. Mehr Seiten heißt nicht automatisch eine bessere Note. Aber zu wenig Seiten dürfen es auf keinen Fall sein. Wer deutlich gegen die Vorgaben verstößt, bekommt auf jeden Fall Abzug. Falls der Prüfer sehr streng ist, kann er dich auch durchfallen lassen, das ist aber eher die Seltenheit.

Die Bearbeitungsdauer bestimmt den Umfang

Hast du nur einen Monat Zeit, um eine gelungene Bachelorarbeit bei deinem Betreuer abzuliefern, liegen die Richtwerte ungefähr bei 15 bis 30 Seiten. Wer zwei Monate zur Verfügung hat, darf 40 bis 60 Seiten abgeben, und bei drei Monaten Bearbeitungszeit sollte der Umfang deiner Bachelorarbeit bei circa 50 bis 80 Seiten liegen. Im Durchschnitt ist in Deutschland laut scribbr.de eine Bachelorarbeit 35 Seiten lang, das sind 10.500 Wörter bzw. 87.500 Zeichen.

Qualität vor Quantität beim Umfang der Bachelorarbeit

In jedem Fall musst du deine Bachelorarbeit ganz genau durcharbeiten, sie strukturieren und dann gegebenenfalls kürzen oder mehr schreiben. Hast du zu viel geschrieben, streiche alles, was nicht zwingend notwendig ist und zur Stützung deiner Thesen beiträgt. Das kann eine Paraphrase eines sehr langen Zitats sein – das ja auch noch platzraubend eingerückt wird – oder die Einstellung der Schriftart von Arial auf Times New Roman. Bei Times passen viel mehr Zeichen auf eine Seite.

Bist du allerdings in der Lage, dass du viel weniger Seiten hast, als gefordert, solltest du zunächst analysieren, woran das liegt, und dann dementsprechend handeln. Du bist nicht allein, die Internetforen für Studierende wimmeln nur so von verzweifelten Fällen, deren Bachelorarbeiten zu wenig Umfang haben. Statt mit Abständen und Schriftarten herum zu tricksen, erledige lieber mehr wissenschaftliche Arbeit, bevor dein Prüfer dir Abzug gibt. Mehr Quellen einzubringen kann eine Methode sein, ein schlüssiges Unterkapitel zu erschaffen eine andere.

Was zählt zum Umfang der Bachelorarbeit

Verzeichnisse wie die Bibliographie und das Inhaltsverzeichnis, sämtliche Anhänge und separate Schaubilder oder Grafiken, die nicht in den Text eingebunden worden sind, zählen nicht zu den Seitenzahlen. Sie haben nur indirekt mit der Fragestellung deiner Bachelorarbeit zu tun und sind formale Elemente. Sobald du den geforderten Umfang hast, sende deine Arbeit zu druck-deine-diplomarbeit.de und glänze durch einen perfekten Auftritt.

Marcel Hirsch

Marcel Hirsch ist gelernter Mediengestalter Print und hat im Jahre 2010 Druck deine Diplomarbeit gegründet.

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Souverän und organisiert die Bachelorarbeit schreiben

Bachelorarbeit schreiben: Aller Anfang ist schwer

Jetzt ist er da, der letzte Akt in deinem Studium. Die Fragestellung und das Thema deiner Bachelorarbeit hast du mit deinem Betreuer besprochen, du kennst den Abgabetermin, nun beginnt die Arbeitsphase. Der Schreibprozess muss angekurbelt werden, die Ideen sollen nur so sprudeln und dann muss alles in die Word-Datei und schließlich zu Papier gebracht werden.

Bachelorarbeit schreiben: Timing ist alles

Viele Studierende schreiben die Bachelorarbeit einfach drauf los, aber ein Zeitplan mit der genauen Aufteilung der einzelnen Stationen kann jedem nur helfen. Diese Strukturierung ist dein Leitfaden für die Tage und Wochen bis zum Abgabetermin.
• Wann fange ich an zu schreiben und in welchen Etappen?
• Wann sollte die Gliederung stehen?
• Wann beginnt die Literaturrecherche?
• Wann überprüfe ich die Formalien der Bachelorarbeit?
• Wann starte ich mit der Überarbeitung?
Auf diese Weise weißt du immer, wo du stehst und verlierst nicht so leicht den Überblick. Achtung, unterschätzter Stolperstein im Timing: Unbedingt einkalkulieren, dass schwer zugängliche Literatur auch von anderen ausgeliehen sein könnte und dadurch mitunter längere Wartezeiten entstehen. Zu guter Letzt nicht vergessen, in den Plan auch Termine mit deinem Betreuer einzuplanen, damit ihr euch über den Status Quo austauschen könnt.

Bachelorarbeit schreiben: Disziplin und Organisation

Vergiss in deinem Zeitmanagement nie die Pausen zu berücksichtigen. Du kennst dich selbst am besten: Zu welcher Tages- oder Nachtzeit bist du beim Schreiben am effektivsten? Wann fällt dir das Schreiben besonders schwer? Ob Nachteule oder early bird, arbeite nicht gegen dich selbst und mach dir deine produktivsten Phasen zunutze. Pausen motivieren, befreien die Gedanken und sorgen für andere Blickwinkel.

Bachelorarbeit schreiben: Die Meilensteine

Die Einleitung
Zusammen mit dem Fazit ist sie der Rahmen deiner Bachelorarbeit. Beschreibe den Aufbau deiner Arbeit, die Herangehensweise und die Fragestellung.
Das Inhaltsverzeichnis
Es gliedert nicht nur deinen Hauptteil, sondern auch deine eigenen Denkprozesse, während du das Thema bearbeitet hast.
• Literaturrecherche
Passende Quellen, die unterschiedliche Perspektiven auf dein Thema aufwerfen, liefern nicht nur gute Zitate, sondern helfen dir generell, deine Bachelorarbeit zu schreiben. Du erkennst, wie andere die Themen angegangen sind und kannst davon nur profitieren.

Bachelorarbeit schreiben: Blockaden lösen

Eine Schreibblockade kann hartnäckig sein und zum schlechtesten Zeitpunkt kommen: Bevor du überhaupt angefangen hast. Oder mittendrin, wenn es wichtig wäre, weiter diszipliniert zu arbeiten. Versuche, deine Gedanken weg von der Arbeit zu lenken und eine Pause einzulegen. Vielleicht bekommst du den Geistesblitz für deinen Aufhänger im Fitnessstudio oder unter der Dusche. Sind alle Hürden aus dem Weg geräumt, verpassen wir bei druck-deine-diplomarbeit.de deiner Bachelorarbeit den passenden Look.

Marcel Hirsch

Marcel Hirsch ist gelernter Mediengestalter Print und hat im Jahre 2010 Druck deine Diplomarbeit gegründet.

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Rhetorische Mittel bei der Bachelorarbeit: Ja oder Nein?

Was ist ein rhetorisches Mittel und wofür verwendet man sie?

Unter rhetorischen Mittel oder auch rhetorischen Stilmitteln versteht man Gestaltungsmittel innerhalb von Texten. Gestaltungsmittel bestehen aus mehreren Wörtern – dabei kann jede Art von Wörtern darin vorkommen, egal ob Verben, Nomen oder Pronomen. Die Gestaltungsmittel können dazu genutzt werden, den Text aufzuwerten und unterstreichen den kompetenten Umgang mit der Sprache.

Dennoch sind rhetorische Mittel nicht für jede Art von Text gedacht. Üblicherweise findet man sie in literaturwissenschaftlichen Texten wieder, in der Poesie oder in den Sprachwissenschaften. Das Spiel mit der Sprache – so scheint es – wird durch rhetorische Mittel auf ein neues Level gebracht. Doch sind diese auch für wissenschaftliche Arbeiten geeignet?

Rhetorische Mittel in einer wissenschaftlichen Arbeit – Ja oder Nein?

Grundsätzlich gilt: Rhetorische Mittel haben in einer sachlichen und wissenschaftlichen Arbeit nichts zu suchen. Denn hier geht es vor allem um die präzise Darstellung und Erörterung eines Themas. Dabei geht es weniger um die Gestaltung der Sprache, sondern vielmehr um den richtigen und schlüssigen Inhalt der Arbeit.

Ausgenommen sind die Rechtschreibung und ein richtiger Satzbau – denn das ist die Voraussetzung für den Leser um deiner Arbeit gedanklich folgen zu können.

Was du unbedingt vermeiden solltest

Hin und wieder lässt man sich dazu hinreißen, doch rhetorische Mittel zu verwenden. Denn schneller als gedacht werden Gestaltungsmittel eingebaut, die nichts in einer wissenschaftlichen Arbeit zu suchen haben.

  • Schachtelsätze
    Häufig nicht als Stilmittel betrachtet und dennoch sehr häufig gebraucht werden die Schachtelsätze. Sätze, die sich über mehrere Zeilen erstrecken und kein Ende zu nehmen scheinen, strapazieren das Gehirn des Lesers. In einer wissenschaftlichen Arbeit sollte daher primär die Anwendung von kurzen und prägnanten Sätzen selbstverständlich sein. Der Hauptgedanke gehört somit in einen Hauptsatz, in einem Nebensatz werden Ergänzungen festgehalten.
  • Füllwörter
    Für einige sind Füllwörter der Rettungsring um die Mindestanzahl der Seiten zu erreichen. Dennoch macht der übermäßige Gebrauch keinen guten Eindruck auf den Leser. Schließlich sollst du nach einer langen Bearbeitungsphase deines Themas in der Lage sein, so viele wichtige Dinge in deiner Arbeit unterzubringen, dass du auch ohne Füllwörter die Mindestanzahl der Seiten erreichst.
  • Pleonasmen
    Pleowas? Pleonasmen sind Dopplungen von Wörtern, die dem gleichen Sinn entsprechen. Das bekannteste Beispiel dazu: der weiße Schimmel – denn uns ist bereits bekannt, dass der Schimmel weiß ist, dennoch hängen wir eine unnütze und in diesem Fall überflüssige Information davor: „weiß“. Das Ganze passiert allerdings nicht nur mit Nomen, sondern auch schnell bei einer Satzeinleitung oder einem Übergang wie zum Beispiel bei „ebenso auch“.
  • Abwertende Adverbien
    Wörter wie „logischerweise“, „selbstverständlich“ oder „irgendwie“ wirken auf den Leser abwertend und gehören nicht in eine wissenschaftliche Arbeit. Daher sind solche Wörter unbedingt zu vermeiden. Beruft euch auf Zahlen und Fakten und bleibt einer sachlichen, verständlichen Argumentation treu
  • Anglizismen und Kunstwörter
    Die Hipster Bar in der City ist ziemlich cool, dennoch solltet ihr solche Ausdrücke in eurer Freizeit lassen und nicht in eure Bachelorarbeit schreiben. Anglizismen oder Kunstwörter sind nur erlaubt, wenn diese im deutschen Sprachgebrauch etabliert sind, dazu gehören zum Beispiel Mindmap, Handy oder Smartphone.
  • Übertreibungen
    Auch Wörter wie „extrem“ oder „immens“ sollten nicht in deiner Bachelorarbeit enthalten sein. Konzentriere dich lieber auf Zahlen und Fakten, denn diese sind messbar und nachvollziehbar.

Zwar sind diese Stilmittel alles Ausdruck von sprachlicher Kompetenz, dennoch wertet es deine sachliche Kompetenz ab, die du mit deiner wissenschaftlichen Arbeit ja zum Ausdruck bringen möchtest. Daher sind diese rhetorischen Mittel in jedem Fall zu vermeiden.

Fachkompetenz heißt das Zauberwort

Kontrolliere dagegen ob du alle wichtigen Gedanken in den Hauptsatz packst und die ergänzenden Informationen im Nebensatz festhältst. Untermauere deine Argumentation mit Zahlen und Fakten, anstatt Vermutungen aufzustellen und bleibe auch deinen eigenen Argumenten treu ohne „sozusagen“, „vermutlich“ oder „ebenso auch“ zu verwenden.

Damit machst du dich in deiner Bachelorarbeit nicht sprachlich schwächer als du bist, sondern beweist, dass du mit prägnanten Sätzen und Argumentationen dein Thema darstellen und erklären kannst. Schließlich macht genau das eine gute wissenschaftliche Arbeit aus: Fachkompetenz anhand fundierter Ergebnisse zu beweisen, ohne großes um den heißen Brei herumreden.

Marcel Hirsch

Marcel Hirsch ist gelernter Mediengestalter Print und hat im Jahre 2010 Druck deine Diplomarbeit gegründet.

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Gestaltung deines Deckblatts bei der Bachelorarbeit

Gestaltung deines Deckblatts – der erste Eindruck zählt

Der erste Eindruck zählt – warum dein Deckblatt wichtig ist

Du kennst das Thema deiner Bachelor-, Master- oder auch Hausarbeit und möchtest nun anfangen deine Arbeit auf Papier zu bringen. Eventuell hast du auch bereits deine fertige Arbeit liegen und möchtest alles nun mit deinem Deckblatt vollenden. Erkennst du, warum dein Deckblatt so wichtig ist?
Mit dem Deckblatt hat deinen Lektor auf einen Blick alle wichtigen Informationen zu deiner wissenschaftlichen Arbeit. Es ist mit dem Einband und dem Fazit deiner Bachelorarbeit zusammen deine erste Chance, einen guten Eindruck zu hinterlassen und das Interesse des Lesers zu wecken. Deshalb ist eine ordentliche, saubere und schöne Gestaltung deines Deckblatts unerlässlich.

Das Wichtigste auf einen Blick

Um dein Deckblatt nicht mit zu vielen Informationen zu überladen oder zu viel Unwichtiges mit unterzubringen, gibt es einige Angaben die unbedingt auf dein Deckblatt sollten. Auch wie du diese Angaben ordnest spielt eine Rolle. Denn das Wichtigste sollte natürlich auch direkt ins Auge fallen und somit an erster Stelle stehen. Welche Angaben unverzichtbar für deine Bachelorarbeit sind, erfährst du jetzt.

Titel deiner Arbeit

Das Wichtigste zuerst: der Titel und eventuell auch der Untertitel deiner Arbeit sollten gut lesbar im oberen Drittel deiner Arbeit zu finden sein. Schließlich ist es für den Leser von Bedeutung, worum es sich bei deiner Arbeit handelt.

Informationen zu deiner Fakultät

Auch das ist eine notwendige Information für deinen Lektor. Unbedingt enthalten sein sollten der Name der Hochschule oder Universität, der Name deiner Fakultät und deines Fachbereichs, Name und Titel deiner ersten beiden Betreuer, das Abgabedatum sowie den Abschluss den du anstrebst.

Persönliche Daten

Zu guter Letzt sollten auch persönliche Daten von dir als Student angegeben werden. Dazu gehören aber nicht die üblichen Geburtsdaten, Hobby etc. sondern vielmehr deine Matrikelnummer, deine Anschrift, Mailadresse und ggf. auch Telefonnummer, dein Studiengang und dein Fachsemester. Die Mailadresse und deine Telefonnummer sind kein Muss, es hat sich aber nicht als Nachteil bewährt deine Kontaktdaten auch mit aufzuführen.
Optional kannst du auch die Länge des Bearbeitungszeitraums in Wochen angeben, diese Angabe ist aber ebenfalls kein Muss. Wichtig ist, dass alle notwendigen Informationen vorhanden und auch richtig sind. Zudem sollten sie übersichtlich und anschaulich dargestellt sein.

Formatierung und Layout deines Deckblatts

Auch wenn die Gestaltung deines Deckblatts etwas kreativer werden darf als der Rest deiner Bachelorarbeit, sollte das Design nicht ausufern, denn häufig gilt – weniger ist mehr! Wenn du nicht gerade ein kreatives, lockeres Thema hast sollte auch dein Deckblatt schlicht und übersichtlich gestaltet werden. Dennoch steht es dir natürlich frei farbliche Elemente einzusetzen. Beim Layout und der Formatierung des Deckblatts solltest du dennoch einiges beachten

Regeln bei der Gestaltung des Deckblatts

  • Formatierung
    Alles sollte einheitlich sein. So sollten die Zeilenabstände auch den Abständen folgen, die du im Rest deiner Bachelorarbeit verwendest. Häufig erhältst du Vorgaben deiner Universität oder Hochschule, wie groß die Abstände sein sollen. Falls nein, sind es in der Regel 3,5 cm links, 3 cm rechts und 2 cm je oben und unten.
  • Schriftgröße
    Einheitliche Verwendung! Standardmäßig sollte man 11 oder 12 pt wählen, da diese auch nach dem Druck noch gut lesbar sind. Für Überschriften wie in dem Fall der Titel oder bei Kapitelüberschriften kann man auch größere Schriftarten wählen – es sollte jedoch nicht zu groß im Verhältnis zur restlichen Schrift sein.
  • Schriftart
    Auch die Schriftart sollte einheitlich und gut lesbar sein. Standardmäßig werden Times New Roman oder Arial verwendet. Davon sollte auch nicht abgewichen werden, da man diese Schriftarten am besten lesen kann. Auf keinen Fall sollten Schreibschriften verwendet werden!
  • Layout
    Die Anordnung der Informationen ist dir selbst überlassen – logischerweise sollte das Wichtigste, der Titel, an erster Stelle stehen und danach die folgenden Informationen zu deiner Hochschule oder Uni und zu dir. Die letzten beiden kann man auch mithilfe von Spalten auf dem Deckblatt einbringen, achte dabei aber auf die richtige Formatierung!

Farbliche Gestaltung sollte mit Vorsicht genossen werde, dennoch ist sie möglich. Von farbigen Schriften solltet ihr dennoch absehen – auch die Farbe „automatisch“ in Word solltet ihr vermeiden. Farbliche Elemente dagegen können ein bereicherndes Detail fürs Auge sein, bedenke aber: Weniger ist hier oftmals mehr.

Diese Regeln zur Gestaltung eures Layouts und zur Formatierung können dir dabei helfen, einen guten ersten Eindruck zu hinterlassen. Vergesst auch nicht wichtige Informationen, die für eure Bachelorarbeit und für euren Lektor von Bedeutung sind.

Marcel Hirsch

Marcel Hirsch ist gelernter Mediengestalter Print und hat im Jahre 2010 Druck deine Diplomarbeit gegründet.

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Richtig zitieren bei der Bachelorarbeit – Teil 2

Das Wichtigste aus dem ersten Teil

Bereits im ersten Teil haben wir dir einige Dinge aufgezeigt, die wichtig für das richtige Zitieren sind. In dieser Fortsetzung möchten wir dennoch ein bisschen tiefer einsteigen und mithilfe von Beispielen und einer kleinen Regelsetzung euer Wissen erweitern. Daher hier noch einmal die wichtigsten Themen aus dem ersten Teil für dich zusammengefasst:

  • Was sind direkte und indirekte Zitate
  • Unterschiedliche Zitierweisen und Literaturverzeichnis
  •  Was zählt als „Quelle“
  •  Wie du Quellen richtig zitierst – wichtige Angaben & Internetquellen

Um direkt einen Einstieg in verschiedene Beispiele zum richtigen Zitieren zu finden, kannst du dir in Richtiges Zitieren in der Bachelorarbeit Teil 1 nochmal alles ausführlich durchlesen.

Wie du die verschiedenen Arten richtig zitierst

Die bekanntesten Arten von Zitaten sind das direkte und das indirekte Zitat. Daneben gibt es eine weitere Art der Zitate: den Verweis, welcher beispielsweise beim Hinweisen auf ein Sekundärzitat oder auf eine nicht in eure Arbeit integrierte Methode oder Theorie vorkommt. Dieser kommt nicht allzu häufig vor, ist dennoch wichtig, wenn beispielsweise aus der Sekundärliteratur zitiert wird und die Primärliteratur mit angegeben werden sollte.

Direkte Zitate

  • Das Wichtigste: Ein wortwörtliches Zitat beginnt und endet immer mit der deutschen Variante der Anführungszeichen „Anfang des Zitats und Ende des Zitats“.
  • Mit der Verwendung des direkten Zitats zitierst du den Autor wortwörtlich und musst dies auch so kenntlich machen. Das heißt, dass du den Satz mitsamt Zeichensetzung und Fehlern übernehmen musst. Da durch die Rechtschreibreform einige alte Texte nun voll von Fehlern sind, kennzeichnest du diese daher am besten durch [sic]. So ist direkt erkenntlich, dass der Fehler nicht an dir liegt, sondern bereits vorher da war.
  • Ebenfalls zu Hilfe kommen die eckigen Klammern, wenn du Auslassungen im Zitat hast. Durch [..] wird die Auslassung eines Wortes kenntlich, durch […] wird die Auslassung mehrerer Worte deutlich. Aber Achtung: bei der Auslassung von Satzteilen am Anfang oder Ende des Zitats werden die eckigen Klammern nicht benötigt!
  • Ein Zitat im Zitat wird dagegen durch weitere Anführungszeichen erkennbar gemacht, wie zum Beispiel „Anfang des Zitats ,Zitat im Zitat‘ Ende des Zitats.“
  • Wichtig ist auch die Beachtung der „Drei-Zeilen-Regel“: Ist das übernommene Zitat länger als drei Zeilen, so muss es durch Einrücken vom Rest des Textes abgehoben werden.

Indirekte Zitate

  • Indirekte Zitate werden verwendet, wenn du den Autor nicht wortwörtlich zitierst, sondern den Grundgedanken dessen in deinen eigenen Worten wiedergibst. Der Vorteil daran: häufiger kann man indirekte Zitate einfacher und schöner in den Text miteinbauen und das Ergebnis ist fließender als ein integriertes direktes Zitat.
  • Daher steht das indirekte Zitat auch nicht in Anführungszeichen, dennoch muss das Anfang und Ende des Zitats als solches erkennbar gemacht werden – auch die Fußnote und die Angabe im Literaturverzeichnis dürfen nicht fehlen.
  • Der Grundgedanke des Autors darf nicht abgeändert werden, sondern muss auch nach der Umformulierung in eigenen Worten immer noch dem Ausgangsgedanken folgen.
  • Beim indirekten Zitieren ist es wichtig, einen schönen Übergang ins Zitat zu finden. Dazu eignen sich beispielsweise „Laut Autor XY,…“ oder „Autor XY ist der Ansicht,…“. Der Hinweis „Vgl.“ im Literaturverzeichnis sollte nicht fehlen. Dieser Hinweis entfällt allerdings, wenn der Autor namentlich im Text genannt wurde. Dennoch darf die Angabe zur Literatur sowie Seitenzahl und Veröffentlichungsjahr nicht fehlen.

Sekundärzitat und Verweis

  • Wenn ihr aus der Sekundärliteratur zitiert, verwendet ihr ein sogenanntes „Sekundärzitat“ und müsst auch auf die Primärliteratur verweisen. Daher ist es wichtig, beides richtig in eure Quellenangabe mit einzuarbeiten. Dies sollte so aussehen: Original (1956), S.312, zitiert nach Mustermann (2014), S.178. Für einen richtigen Verweis ist also die Verwendung des „zitiert nach“ unheimlich wichtig!
  • Bei Verweisen könnt ihr auf eine weitere Arbeit/Methode oder Ähnliches hinweisen, die für euren Leser nützlich sein könnten, auf die ihr aber nicht weitereingehen könnt oder wollt. Hierzu kann beispielsweise „siehe“ oder „siehe auch“ verwendet werden.

Tipps und Tricks beim Verwenden von Zitaten

Mithilfe dieser Regeln sollte nun das richtige Zitieren kein Problem mehr sein. Dennoch gibt es noch weitere Tipps und Tricks, die bei Zitaten zu beachten sind. Daher hier noch einige Tipps, die ihr beachten solltet:

Sparsam verwenden

Zitate sollen eine Bereicherung deiner Argumentation darstellen und sich nicht an Argumentationen anderer bedienen. Sieh es als „nette Erweiterung“ deiner Argumente. Daher solltest du Zitate eher sparsam verwenden und nur dann nutzen, wenn du denkst, dass es sinnvoll ist und der Autor es auf den Punkt gebracht hat.

Flüssige Schreibweise

Auch bei Verwendung von Zitaten solltet ihr darauf achten, sie möglichst flüssig in den Satzbau miteinzubinden. Da Zitate als Bereicherung für deinen Text dienen, sollten sie sich auch schön lesen und keinen abgehakten Teil darstellen, der lieblos ohne Hintergedanken eingebaut wurde.

Keine Aneinanderreihung

Dein Text ist eine Ausarbeitung, in der du dein angeeignetes Wissen präsentierst. Zitate sind aber immer noch das Gedankengut anderer. Daher solltest du das sture Aneinanderreihen von Zitaten vermeiden, denn dies gilt als Hinweis darauf, dass du das Thema nicht genug verstanden hast um es in deinen eigenen Worten wiederzugeben. Wenn du Zitate verwendest, solltest du zudem darauf achten nicht nur direkte oder nur indirekte Zitate zu verwenden, sondern eine gute Mischung zu integrieren.

Mit Einhaltung dieser Regeln und Beachtung der Tipps ist es dir möglich richtiges Zitieren in deiner wissenschaftlichen Arbeit anzuwenden. Wenn du dir von Anfang an Zeit dazu nimmst, kannst du dir viel Leid und Ärger sparen. Dazu benötigt man aber auch das richtige Zeitmanagement für die Bachelorarbeit! Viel Erfolg beim Schreiben und Zitieren.

Marcel Hirsch

Marcel Hirsch ist gelernter Mediengestalter Print und hat im Jahre 2010 Druck deine Diplomarbeit gegründet.

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Richtig zitieren bei der Bachelorarbeit – Teil 1

Richtiges Zitieren in der Bachelorarbeit

Wozu muss ich überhaupt zitieren?

Die Bachelorarbeit setzt von Grund auf schon viel Arbeit und viel durchgemachte Nächte voraus, in denen man dicke Bücher wälzt. Ohne fremde Quellen, aus denen du dein Wissen ziehst, ist das Schreiben einer Bachelorarbeit kaum möglich.

Schlussendlich möchten die Leute, die deine Bachelorarbeit anschließend lesen und auch bewerten, wissen, woher du dein Wissen hast. Theoretisch könntest du dir ja auch alles einfach ausdenken – um die falsche Wiedergabe von Informationen zu vermeiden, benötigst du daher Quellenangaben.

Die Quellenangaben müssen richtig zitiert werden, um eindeutig und logisch nachvollziehen zu können, woher du deine Informationen hast. Es reicht daher nicht am Ende einer Seite alle Bücher aufzuzählen. Deine Zitate sollten deutlich gekennzeichnet sein und deiner Quellenangabe sollte man entnehmen können, wann sie veröffentlich wurde, wer sie geschrieben hat und auf welcher Seite du das Zitat entnommen hast. Zu viel auf einmal? Beginnen wir von vorne!

Direkte und indirekte Zitate richtig zitieren

Als direktes Zitat bezeichnet man die genaue Wiedergabe eines Satzes einer Quelle. Der Wortlaut wird damit nicht verändert und man findet sie in genau derselben Schreibweise auch in der Quelle wieder, daher bezeichnet man sie als direktes Zitat.

Bei indirekten Zitaten greift man die Meinung oder die Ergebnisse einer Quelle auf, gibt sie aber in einem anderen Wortlaut wieder. Zum Beispiel: Herr XY ist der Auffassung, dass Quellenangaben eine Notwendigkeit darstellen. Auch hierbei muss eine Quellenangabe vorhanden sein und gekennzeichnet sein, welchen Teil genau du der Quellenangabe zuordnest – dieses wird mit Anführungszeichen deutlich gemacht. Solltest du nur Satzteile übernehmen, solltest du eckige Klammern und Auslassungspunkte verwenden.
Z.B.: Mustermann ist der Aussage, dass man nur Quellenangaben machen soll, falls sie wirklich „[…] notwendig und aussagekräftig“² erscheinen.
²vgl. Mustermann (1992), S.60

Zitierweise und Literaturverzeichnis

Zudem gibt es zwei verschiedene Formen der Zitierweise: die deutsche Zitierweise und die amerikanische. Welche ihr wählt, ist abhängig von den Vorgaben eurer Hochschule oder eurer Universität. Manchmal lassen diese euch aber auch freie Wahl, in welcher Weise ihr zitiert.

In der deutschen Zitierweise sind die Zitate durch Fußnoten gekennzeichnet, die am Ende der Seite durch die Quellenangaben wieder aufgefasst werden. In der amerikanischen Zitierweise werden die Quellen direkt neben der zitierten Stelle im Fließtext festgehalten.

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Als Hardcover Classic die Bachelorarbeit drucken lassen.

Was bezeichnet man als Quellen?

Auch bei den Quellen gibt es Unterschiede: Man unterscheidet zwischen Primär- und Sekundärliteratur und zwischen Printmedien und Internetquellen.

Die Primärliteratur bezeichnet das Werk an sich, beispielsweise ein Gedicht von einem berühmten Schriftsteller. Die Sekundärliteratur bezeichnet dagegen die Schriftstücke, die sich mit dem Gedicht befassen, also beispielsweise eine Interpretation des Gedichts.

Der Unterschied zwischen Printmedien und Internetquellen ist klar erkennbar. Die Printmedien umfassen alle gedruckten Stücke, das sind beispielsweise Bücher, Zeitungen und Magazine. Da auch die Einholung von Informationen aus dem Internet nicht mehr wegzudenken sind, nehmen diese ebenfalls eine Form der Quelle ein.

Quellen richtig zitieren

Die wichtigsten Angaben

Zu den wichtigsten Angaben gehört der Autor, das Veröffentlichungsjahr sowie die Seitenangabe, in dem die Quelle veröffentlich wurde. Nach dieser Reihenfolge sollte man sie in der Quellenangabe auch wiedergeben.

Bei der Sekundärliteratur sollte man, falls die Primärliteratur bekannt ist, sowohl das eine als auch das andere in die Quellenangabe einbeziehen. Das Ganze sollte wie folgt aussehen: Original (1948), S. 112, zitiert nach Mustermann (2011), S. 210.

Vorsicht bei Internetquellen

Internetquellen sind heute keine Seltenheit mehr, nehmen bei der Quellenangabe immer noch eine Sonderposition ein. Man sollte hier ebenfalls den Autor, das Veröffentlichungsdatum sowie die Seitenzahl (falls eine vorhanden ist) angeben. Falls eine Überschrift vorhanden ist, sollte man diese ebenfalls mit angeben. Sollte kein Autor oder Veröffentlichungsdatum vorhanden sein, sollte genau hinterfragt werden wie sinnvoll, notwendig und vertrauenswürdig die Quelle ist.

Im Quellenverzeichnis solltest du dann auch die genaue Internetadresse und das Abrufdatum festhalten. Das Internet ist schnelllebig und oftmals werden Artikel wieder aus dem Netz genommen oder aktualisiert. Um auf Nummer Sicher zu gehen, gebe deshalb das Abrufdatum mit an.

Richtiges Zitieren spart Zeit und Nerven

Von Anfang an richtig bei der Bachelorarbeit zitieren mag für viele absolut haarsträubend erscheinen, dennoch erspart es viel Zeit und Nerven. Hinterher die Seitenzahlen nochmals zusammenzusuchen kostet dich viel Zeit, die du gut für deine Rechtschreibkorrektur gebrauchen kannst. Setze dich deshalb direkt mit den Anforderungen an wissenschaftliches Zitieren auseinander und pflege deine Quellenangaben und dein Literaturverzeichnis von Anfang an.

Marcel Hirsch

Marcel Hirsch ist gelernter Mediengestalter Print und hat im Jahre 2010 Druck deine Diplomarbeit gegründet.

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